Wohnungseigentümergemeinschaften: Schlusslicht bei der energetischen Sanierung

Wohnungseigentümergemeinschaften sind nach Privatpersonen die zweitgrößte Wohneigentümergruppe in Deutschland. Rund 23 Prozent aller Wohnungen befinden sich in ihrem Besitz. Doch der energetische Zustand ihrer Immobilien ist deutlich schlechter als bei anderen Eigentumsformen.

„70 Prozent aller Wohnungen sind unsaniert, 15 Prozentpunkte mehr als der Durchschnitt. So wenig saniert keine andere Eigentümergruppe“, sagt Petra Hegen von Zukunft Altbau, dem vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderten Informationsprogramm.

Die Gründe für den Sanierungsstauliegen in den unterschiedlichen Interessen und der heterogenen Altersstruktur der Eigentümer. Die Finanzierung stellte bislang eine weitere Barriere dar. „Neue Fördermaßnahmen und ein Urteil des Bundesgerichtshofs haben diese Hürde inzwischen gesenkt“, so Hegen. Der BGH hatte im Herbst 2015 zugunsten der Kreditaufnahme entschieden: Eigentümergemeinschaften dürfen für die Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen längerfristige Darlehen, auch die der KfW, in Anspruch nehmen

Neutrale Informationen gibt es kostenfrei über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33.

 

Informationen: www.zukunftaltbau.de

Modernisieren und Renovieren

Hidden Champion im Heizungskeller: der hydraulische Abgleich

kampagnenfoto-thermostat-einstellenNach der Heizperiode ist nun genau der richtige Zeitpunkt, um die Anlage gründlich auf Vordermann bringen zu lassen, um im nächsten Winter von einem niedrigeren Energieverbrauch zu profitieren. Als sehr effiziente Maßnahme der Heizungsoptimierung gilt der hydraulische Abgleich.

„Bei vielen Heizungsanlagen gelangt in einige Heizkörper zu wenig, in andere aber zu viel Heizwasser“, erklärt Martin Brandis, Energieexperte der Verbraucherzentrale. Die Folge: Die unterversorgten Heizkörper und Zimmer bleiben zu kalt. Die anderen Heizkörper können dagegen nicht genug Heizwärme abgeben, so dass das rückfließende Heizwasser zu warm ist. Das führt zu häufigem An- und Abschalten des Heizkessels und vergeudet Energie.

„Hier schafft ein hydraulischer Abgleich Abhilfe“, verspricht Martin Brandis. Dabei wird die Anlage durch richtige Einstellung der Heizkörperventile so reguliert, dass die richtigen Mengen Heizwasser in jeden Heizkörper gelangen. Das Heizsystem läuft nach dem hydraulischen Abgleich effizienter und braucht bis zu 20 Prozent weniger Heizenergie.

 

Informationen:

www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

Energiesparen

KfW ändert Förderprogramm „Energieeffizient Bauen“

Zum 1. April 2016 wird die Förderbank KfW diverse Änderungen an ihrem Programm „Energieeffizient Bauen“ vornehmen. Das „KfW-Effizienzhaus 70“ wird nicht mehr gefördert. Stattdessen wird der neue Förderstandard „KfW Effizienzhaus 40 Plus“ eingeführt.

Ebenfalls zum 1. April 2016 wird nacKfW_Logoneuh Angaben des Internetportals maklermeile.de das Nachweisverfahren für das „KfW-Effizienzhaus 55“ vereinfacht. Sachverständige können dann aus standardisierten Maßnahmenpaketen für Gebäudehülle und Anlagetechnik wählen.

Bei Förderzusagen besteht ein verbindlicher Anspruch auf einen KfW-Baubegleitzuschuss. Demnach erhält ein Bauherr 50 Prozent oder höchstens 4.000 Euro der Kosten für die Fachplanung und Baubegleitung durch einen unabhängigen Experten.

Schließlich verdoppelt sich ab dem Stichtag 1. April der Förderhöchstbetrag auf 100.000 Euro. (Teil-)Finanziert werden können mit dem KfW-Darlehen 100 Prozent der „Bauwerkskosten“, also der Baukosten ohne Grundstückspreis. Für ihre 20- und 30-jährigen Kreditlaufzeiten führt die KfW eine 20-jährige Zinsbindungsvariante ein.

Neben den bereits bestehenden Förderstandards „KfW-Effizienzhaus 55“ und „KfW-Effizienzhaus 40“ wird auch der neue Standard „KfW-Effizienzhaus 40 Plus“ mit einem Tilgungszuschuss angeboten. In der Spitze beträgt dieser 10 Prozent des zugesagten Darlehens.

 

Informationen:

www.kfw.de

 

 

Modernisieren und Renovieren

KfW-Förderung für barrierefreie Sanitärräume

KfW_3123Als größte deutsche Förderbank unterstützt die KfW alle, die ihr Zuhause vorausschauend und komfortabel umbauen oder modernisieren wollen. Die Förderung für den altersgerechten Umbau von Gebäuden und Wohnungen kann in Form eines Kredites oder als Investitionszuschuss in Anspruch genommen werden. Dabei werden auch barrierefreie Sanitärräume berücksichtigt.

Wahlweise kann die Förderung über einen Kredit erfolgen (Programm 159) oder über einen Investitionszuschuss (Programm 455). Als Einzelmaßnahmen werden dabei beispielsweise folgende Maßnahmen gefördert:

  • Trennwände beim Einbau bodengleicher Duschen oder Badewannen/-systeme
  • rutschfeste oder rutschhemmende Fliesen
  • bedienfreundliche Armaturen/ Einhebelmischarmaturen
  • visuelle Unterstützung zur Orientierung im Bad (z. B. Beleuchtung, Material- und Farbkonzepte z. B. für Menschen mit Demenz )
  • technische Hilfen (z. B. Stütz-und Haltegriffe)
  • Vorkehrungen an Wänden und Decken zum späteren Einbau und zur flexiblen Anpassung von Halte- und Sicherheitssystemen

 

Informationen: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Barrierereduzierung/

Modernisieren und Renovieren

Neues Label für alte Heizungen

Intelligent_heizen_VdZ_Heizungslabel_Detailansicht_VorschauUm Besitzern von veralteten Heizungsanlagen deutlich zu machen, wie ineffizient ihre Heizung arbeitet, hat die Bundesregierung zum 1. Januar 2016 ein „nationales Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen“ eingeführt. In den kommenden Jahren sollen alle Heizungen, die älter als 15 Jahre sind, ein Etikett erhalten, das über den Zustand des Heizkessels informiert.

Das nationale Altanlagenlabel zeigt die Effizienz eines Heizgeräts über die gleiche Farb- und Buchstabenskala an, die auch das im September 2015 EU-weit eingeführte Energielabel für neue Heizgeräte nutzt. Dunkelgrün bzw. A++ steht dabei für sehr gute Effizienz, Dunkelrot bzw. D für mangelhafte Effizienz. Während neue Heizungen im „grünen Bereich“ liegen, kommen alte Anlagen voraussichtlich nicht über die Klassen C und D hinaus.  Liegt die Heizung im „roten Bereich“, sollten die Anlagenbetreiber aktiv werden.

Wie kommen aber nun die Aufkleber in die deutschen Heizungskeller? Seit Januar 2016 haben unter anderem Heizungsinstallateure das Recht, den Aufkleber bei der Routineüberprüfung am Heizkessel anzubringen. Ab 2017 sind dann die Bezirksschornsteinpfleger verpflichtet, Geräte, die noch kein Label erhalten haben, entsprechend auszustatten. Für den Anlagenbesitzer ist das Anbringen kostenlos, verweigern darf er das Etikett allerdings nicht.

 

Informationen:
www.intelligent-heizen.info

Modernisieren und Renovieren

Startschuss für Modernisierungsoffensive im Heizungskeller

Am 1. Januar 2016 startet das Bundeswirtschaftsministerium das neue Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) mit den Förderkomponenten “Heizungs- und Lüftungspaket”. Ziel ist es, neue Innovations- und Investitionsimpulse für die Wärmewende im Heizungskeller zu setzen. Hierfür stehen insgesamt 165 Millionen Euro pro Jahr über 3 Jahre für Zinsverbilligungen und Zinszuschüsse zur Verfügung.

KfW_Niedrigenergiehaus_295-grDer Förderantrag für das Lüftungs- und Heizungspaket erfolgt bei Heizungssystemen, die fossile Energien nutzen, über das KfW-Programm “Energieeffizient Sanieren” als Zuschuss oder Kredit. So wird beispielsweise der Zuschuss bei Inanspruchnahme des Heizungs- oder Lüftungspakets von 10 auf 15 Prozent der Investitionskosten aufgestockt.

 

Die Beantragung der Förderung des Heizungspaketes bei Heizungssystemen auf Basis erneuerbarer Energien erfolgt im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP). Antragsteller können einen Zusatzbonus von 20 Prozent des bisherigen MAP-Förderbetrags für den Heizungsaustausch und einen Zuschuss von 600 Euro für die Heizungsoptimierung erhalten.

Informationen gibt es über die kostenfreie Telefonnummer des KfW-Infocenters (0800 / 539 9002) oder über die BAFA-Hotline 06196 / 908-1625 und online.

Informationen:
www.kfw.de
www.bafa.de
www.bmwi.de/go/gebaeudeeffizienz

 

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Sanierungsleitfaden: Neue Auflage erschienen

SanierungsleitfadenDer „Sanierungsleitfaden Baden-Württemberg“ des Umweltministeriums führt Hausbesitzer Schritt für Schritt durch ihr Sanierungsvorhaben. Jetzt wurde die kostenfreie Publikation erweitert und aktualisiert.

Die Neufassung enthält einen neuen Abschnitt zum barrierefreien Umbau. Zudem sind nun die Änderungen enthalten, die sich aus dem am 1. Juli 2015 in Kraft getretenen novellierten Erneuerbaren-Wärme-Gesetz Baden-Württemberg (EWärmeG) ergeben.

Der Leitfaden ist in 10 Schritte unterteilt und orientiert sich am Bauablauf. Enthalten sind Tipps für den erfolgreichen Sanierungseinstieg und Antworten auf Finanzierungsfragen. Der Leitfaden geht auch darauf ein, wann welche anderen Berufsgruppen hinzugezogen werden sollten, welche Gesetze und Normen eingehalten werden müssen, was bei der Angebotseinholung zu beachten ist und wie man zu einer ganzheitlichen Planung gelangt

Der Leitfaden kann über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 bestellt oder unter www.zukunftaltbau.de, Rubrik Service/Publikationen, herunter geladen werden.

Informationen:

Tipps + Ratgeber

Höhere Förderung der KfW für Heizungs- und Lüftungsanlagen

KfW_LogoneuNach Mitteilung der KfW vom 7. Dezember 2015 hat die Bundesregierung mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) ein Bündel von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Energiewende im Gebäudesektor beschlossen.

Ab dem 1. Januar 2016 setzt die KfW das „Anreizprogramm Energieeffizienz“ im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) um. Die Förderung von Einzelmaßnahmen wird durch die Einführung eines „Heizungs- und Lüftungspakets“ verbessert. Dieses Paket ergänzt die bisherige Förderung von Einzelmaßnahmen, die unverändert fortgeführt wird, mit einer besonders günstigen Förderung.

Verbraucher sollten ihren SHK-Innungsfachbetrieb auf diese Förderung ansprechen.

Modernisieren und Renovieren

Studie: Sanierungen könnten wirksamer sein

Wer beim Sanieren eines Wohnhauses eine möglichst hohe Energieeinsparung erzielen will, sollte besonders auf Energieberatung, Heizungsoptimierung und Monitoring achten. Das ist das Ergebnis eines bundesweiten Feldtests der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. Dazu wurden erstmals 180 bereits sanierte Wohngebäude auf die Wirksamkeit von Maßnahmen wie Heizkesseltausch und Fassadendämmung untersucht.

sanieren

„Wichtige Hebel für den maximalen Erfolg von Sanierungen werden immer noch zu wenig vom Verbraucher nachgefragt. Dabei liegt die Kosten-Nutzen-Rechnung klar auf der Hand“, so co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz.

Weniger als die Hälfte der Testteilnehmer nahm etwa eine Förderung inklusive der damit verbundenen Qualitätsnachweise in Anspruch. Nur 35 Prozent nutzten eine Energieberatung bzw. Maßnahmenbegleitung. In lediglich 31 Prozent der untersuchten Häuser wurde die Heizanlage nach der Sanierung hydraulisch abgeglichen. Kaum einer der Haushalte nutzte Wärmemengenzähler für ein regelmäßiges Monitoring. Bei fast einem Drittel der Häuser sind die Leitungen und Armaturen unzureichend gedämmt.

Informationen: www.wirksam-sanieren.de

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Energieeffizienzlabel: Anforderungen an neue Heizungen

 Was bislang für neue Kühlschränke, Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen galt, betrifft seit dem 26. September auch Heizkessel, Warmwasserbereiter, Wärmepumpen und Blockheizkraftwerke. Neue Heizgeräte müssen nun aufgrund einer EU-Richtlinie mit einem Energie-Effizienzlabel versehen sein.

Das EU-Effizienzlabel wird bei neuen Öl- und Gasheizkesseln mit einer Nennwärmeleistung von bis zu 70 Kilowatt, bei Warmwasserspeichern bis 500 l, bei Wärmepumpen sowie Blockheizkraftwerken mit einer elektrischen Leistung von bis zu 50 Kilowatt beigefügt.

Der Fachverband Sanitär-Heizung-Klima (SHK) Baden-Württemberg weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ein grünes Label im Spitzenbereich nichts darüber aussagt, wie effizient die gesamte Heizungsanlage arbeitet, und auch keine Rückschlüsse auf die Betriebskosten zulässt. Das Label berücksichtigt nämlich weder die Wirtschaftlichkeit der gesamten Heizungsanlage noch den Dämmstandard des Gebäudes.

Die Heizungsexperten empfehlen Bauherren und Modernisierern daher, vor dem Kesseltausch die gesamte Heizungsanlage mit allen Komponenten von einem SHK-Fachmann checken zu lassen. Erst auf Basis dieser Prüfung kann der für das Gebäude optimal geeignete Wärmeerzeuger ausgewählt werden.

Informationen:
www.eckring.de
www.fvshkbw.de

 

 

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